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Botswana

10. März 2019

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Ein Reiseblog über meine 16-tägige Reise durch das wunderbare Tierreich in Afrika

Vorbereitung:

Ich entschied mich für: Sunway Safaris –  Botswana-Wildside BT14. Kurioserweise konnte man auf der Webseite diese Reise buchen, doch das SOLLTE MAN NICHT TUN. Denn diese Buchung wird nicht offiziell berücksichtigt. Man war dort dann eher irritiert das ein Webseitenbesucher dies tat – denn diese Reise kann man nur über ein Reisebüro buchen

Ich suchte mir später das Reisebüro in meiner Nähe : Karawane.de und war zufrieden dass dort keine weiteren Bearbeitungs- oder Vermittlungsgebühren aufgeschlagen wurden (vermutlich weil ich meine Flugreise selbst bereits buchte) . Man muss sich bewusst sein, dass man eine Gruppenreise bucht. Zwölf Menschen aus verschiedenen Ländern (ich entschied mich für eine englisch-sprachige Gruppe, da ich bereits las dass deutsche Reisende in der Gruppe “anstrengend(er)” sein können. Reist man alleine, kann man entscheiden, ob man sein Zelt auf der Reise mit einem zweiten Alleinreisenden teilt (Self-Accomondation). Rückblickend halte ich diese Option nur für junge und sehr offene Menschen sinnvoll, denn mit einem Fremden 12 Näche in einem kleinen Zelt zu schlafen ist nicht gerade einfach. Immerhin würde man mit dieser Option mittlerweile 190 Euro sparen (2016 waren es nur 70 Euro, vermutlich hat es sich o.g. herumgesprochen und wurde deshalb teurer). Ich hatte lieber diesen Betrag bezahlt und war nachträglich froh dass ich es tat. Denn alleine schon als Frühaufsteher ist man selbst vermutlich ein unbequemer Zeltgast. Da ich oben erwähnte Selbstbuchung vornahm, hatte ich auch die Eigenanreise mit dem Flugzeug selbst geplant. Aufgrund einer Empfehlung nutzte ich hierfür Skycanner.de und fand somit auch günstige Flüge von British Airways. Hier buchte ich auch gleich jeweils mit einem Preisaufschlag den Notsitzplatz, da ich mit meiner Körpergröße mehr Platz benötige. Zu den Reisekosten das Safari-Veranstalters (man sollte nicht die 300 Dollar übersehen, die am 1. Reisetag bar verlangt werden (Kosten für die verschieden Parks und Campingstellen und Proviant) kamen also noch Flugkosten, Impfkosten (siehe unten), in meinem Fall: Reisepass (ich hatte noch keinen), Selbstverpflegungskosten (diesen Beitrag kann man sehr klein halten, da auf dieser Reise nur wenig Eigenkosten anfallen (wenige Restaurant-Besuche, Souvenirs, etc.).

Zwei zusätzliche Kostenblöcke sollte man jedoch markant hervorheben :

  1. Event-Kosten: In Maun wird ein Flug über das Okavango-Delta angeboten (wenn alle in der Gruppe mitfliegen ist es günstig : 80 Dollar, wenn nicht kann es bis zu 300 Dollar kosten). In Livingstone (letzte Station) werden zahlreiche Touristen-Attraktionen angeboten, die man am Besten auch schon zuhause buchen sollte (denn sonst erlebt man Vorort ggf. dass diese Attraktion ausgebucht ist – wie z.B. Devil’s Pool oder Viktoria Bride Jump (beide sehr beliebt). Diese Events kosten (jeweils) zusätzlich zwischen 50-200 Dollar.
  2. Trinkgeld: Es wird zwar im Reiseführer erwähnt, dass man Trinkgeld berücksichtigen soll, aber diese Empfehlung geht (meiner Meinung) etwas verloren und ist aber finzanziell doch sehr üppig. In meinem Fall waren 6 verschiedene Guides (Reiseführer) auf der Reise, diese erhalten je nach Funktion (Reiseführer, Pirschführer, Fahrer, Helfer) 6 bis 2 Dollar pro Tag (ggf. auch mehr, je nach Qualität). Da zwei Personen die gesamte Reise begleiten, kommen alleine für diese am Ende über 180 Dollar zusammen (+ die wenigen anderen – Summasummarum ~200 Dollar).

Für die Vorbereitung zu Reise, versucht man alles nötige zu organisieren, was man nicht schon zuhause hat : Schlafsack (es hieß: die Nächte könnten bis zu -5 Grad kalt werden), Reisekissen, Safari-Kleidung, Reise-Medizin, Stechmücken-Abwehrspray u.v.m. , Nachhaltig beeindruckt hat mich die Beschaffung von Zam-Buk, ein unscheinbares Döschen mit antiseptischer Creme. Diese ist generell sehr empfehlenswert (auch nach der Reise). Wichtig ist aber auch: Lippenbalsam (man bekommt schnell trockene Lippen). Ganz wichtig! : Stirnlampe, PowerBank (nur wegen Smartphones Fotos, den Handyempfang hat man nur in den wenigen Camps), Bauchgürteltasche und Mülltüten (ggf. auch zum nächtlichen urinieren im Zelt, da man es nicht verlassen darf). Reisewaschmittel. Ebenso wichtig (auch finanziell zu berücksichtigen): Die Reiseimpfungen: Da ich noch nie in andere Kontinente gereist bin, war mein Bedarf, laut Reisearzt relativ hoch. Ich musste mich die 3 Monate vor der Reise 12mal (!!) impfen lassen (Tetanus, Cholera, Tollwut, Hepatitis, FSME, Typhus, etc..) – Die teuerste Zuzahlung war für Tollwut (120 Euro) und erschreckend war: der Impfstoff mehrere Wochen nicht verfügbar. Dies könnte für Spätbucher ein Problem werden. Ingesamt hatte ich über 200 Euro für die Impfungen zugezahlt – zum Glück übernahm meine Krankenkasse die Kosten (TK), andere wie z.B. AOK tun das nicht.

 

Start – Freitag 1. Tag:

Mein Gepäck für 16 Tage reisen…

Die Herausforderung nur 12 kg Reisegepäck und das Handgepäck unter 10 kg zu lassen ( denn auch das muss ja getragen werden können).. ist gemeistert – mit einigen Entbehrungen die hoffentlich nicht zum Nachteil werden..
mehr Gepäck darf und sollte man nicht dabei haben. Verpöhnt sind auch Hartschalenkoffer, da diese sehr schlecht in den Kofferraum gedrückt werden können, der eh schon mit allen Campingsachen voll wird (inkl 12 Zelte).

Um 13:00 ging es los .. ab mit dem Taxi zum Bahnhof und auf zu Flughafen, der Flieger sollte 19:05 abheben .. zwischendurch erhielt ich bereits eine SMS dass sich der Flug leicht verzögert ( und leicht steigt Panik auf ;-). )) .. Ankunft wie geplant .. das war alles sehr geschmeidig. Somit viel zu früh am Flughafen, aber egal – lieber zu früh als zu spät. Die 3 Stunden schlägt man locker tot .. und vorab wird man das Reisegepäck am Schalter los. Vor allem konnte ich dann noch schnell zur Reisebank im Flughafen um die 300 Dollar abzuheben, denn dieses Wechseln sollte man nicht erst im Ausland machen. Die angekündigte Verspätung löste sich fast auf .. die 15 Minuten konnte British Airways nach London locker aufholen. Irritierend ist für mich immer wieder die Zeitzone-Rechnung, da man lernen muss das immer die Zeit der Zeitzone angegeben wird die dort herrscht. Also : eine Stunde abziehen- in meinem Fall eine beruhigende Rechnung da ich dann ein Stunde mehr Puffer zum orientieren hatte, um dort den Weiterflug nach Johannesburg zu managen .

In London angekommen, verflog die Zeit rasend schnell.. 19:30 hoben wir dann in ab … der Tag endet schlafend im Flieger und ich bin froh dass ich mich für die Extra-Buchung der Notsitze entschied (jeweils +65 Euro für Hin- und Rückflug) , denn die Beinfreiheit bei 10 Stunden Flug ist es mir wert.

Frankfurt – London – Johannesburg . Verrückt, dass man erst in den Norden hoch fliegt um tief in den Süden zu gelangen…

 


2. Tag – Samstag :

Die Nacht im Flieger war unruhig aber trotzdem angenehm, man hat viel Zeit zum Schlafen, schlummern, nachdenken, zum Lesen und zum Filme schauen, denn die Sitze hatten Bildschirme. Wie geplant, sind wir pünktlich um 09:25 morgens in Johannesburg gelandet. Nach ewig gefühltem Fußmarsch durch die Terminals dann an der Passkontrolle… mit ungewohntem Zwischenstopp an einem Gesundheits-Check, beider die Körpertemperatur der Fluggäste mit einer Thermo-Kamera gemessen wird, um Krankheiten zu erkennen. Dann ab zum Gepäckabholung und hoffen, dass die Fluggesellschaft mein Gepäck richtig transportiert hat – hat sie, alles gut …weiter geht’s zum Ausgang. Willkommen in Südafrika

Prima – gleich ganz vorne steht ein kleiner afrikanischer Mann mit dem Schild von Sunway-Safari und meinem Namen drauf . Offensichtlich bin ich der einzige der von London kam. Mit dessen Auto ging es dann relativ fix voran nach Sandton, Viel zu früh für ein Hotel Check in. Ich hatte mich schon gedanklich darauf vorbereitet einen halben Tag in Sandton zu beschäftigen, doch die Hotelrezeption überraschte mich positiv damit, dass ich trotzdem fast sofort aufs Zimmer konnte. Dort angekommen glaubt ich, es sei eine gute Idee sich umzuziehen- doch die oben erwähnten Entbehrungen zeigten nun erste Wirkung. Casual Kleidung war nicht im Gepäck – also Safari Kleidung – und genau dieser Dresscode zeigte sich als Blamage.. denn der Besuch der nahegelegenen Einkaufsmeile neben dem Hotel, ließ schnell erkennen, dass hier NIEMAND mit Safari Klamotten rum läuft. Also – schnell einen Happen essen und nicht auffallen ( ich entschied mich, zwecks Kartenzahlung, für die „BBQ Workshop“ Gaststätte die leckere Burger und Spare Ribs herstellte. 500g Pork Ribs war eine gute sättigende Wahl).

Skyline von Johannesburg

Danach war es 13:30 … den ganzen Tag noch vor mir –was tun ? Sandton war recht eintönig für meinen Geschmack und keinen CityBesuch wert. Also überlegte ich mir nach Johannesburg zu fahren, bzw. mich mit dem Taxi hinfahren zu lassen. Diese entpuppte sich als gute Idee, denn der TaxiFahrer war sehr erfahren und zeigte mir die Stadt wie ich selbst nur unter fahrlässiger Lebensgefahr hätte besuchen können. Denn die Kriminalität ist sehr hoch in der Stadt. Der Stadtkern zeigte keinen einzigen Europäer .. aber viele Eindrücke vom hiesigen Volk und ihrer Art wie sie mit den krassen Gegensätzen umgingen. Sowohl Reiche als auch Bettelarme kreuzten hier ihre Wege. Schade dass ein Großteil der Innenstadt gesperrt war, aufgrund einer Child-Charity Veranstaltung für Waisenkinder. Trotzdem war es eine tolle Tour und wir kamen gegen 18:00 wieder wohlbehalten im Hotel in Sandton zurück… den Tag lies ich dann erschöpft mit TV Movies im Zimmer ausklingen, nachdem ich mir noch zum Abendessen eine Pizza bestellte (über ein InternetCafe-Terminal welches lediglich eine Art Lieferando-Seite anbot um selbst zu bestellen) Johannesburg Skyline

 

3. Tag – Sonntag

Unglaublich. Sonst wache ich ständig vor den Sonnenstrahlen auf, doch diesmal war es klug dass ich am Vorabend den Weckerstellte.. denn sonst hätte ich vermutlich verschlafen, da es ja bereits um06:00 los ging. Die Frühstückslobby war bereits mit mehr als 12 Reisenden gefüllt und meine Vermutung bestätigte schnell, dass sich zwei Gruppen für die Safari bereit machten. Wie sich herausstellte: Eine Gruppe für Camping und eine für Feste Unterkünfte. Nachdem der Reiseleiter die Fahrer vorstellte und die grobe Abwicklung erklärte, gab es nur noch den Formalitäten- und Bezahlvorgang (300 Dollar in Bar) um dann zum Reisebus , draußen auf dem Parkplatz zukommen. Unserer 12er Gruppe besteht aus 2 deutschen Pärchen, 3 Italienische Ehe-Paare, einem Schweden (Lars(56)) und mir. Reisebus für die erste Etappe (ohne Safari bis nach Maun = 1150 km !) Der erste Weg nach Karma Rhino ist sehr weit, über 600km … Der Reisebus war sehr bequem, jedenfalls besser als jener rote den man oft auf den Werbefotos entdeckte.

Auch unsere Guides bestätigen das, da der rote Reisebus wegen den Dachfenster zu heiß wird. Gut für Safaris aber schlecht auf Autobahnen, berichtete uns die Gruppe Zwischenstopp gab es ca. alle zwei Stunden für „Bushi Bushi“ ( Toilettengang) oder um 12:00 dann auch zum Mittagessen, kurz nachdem wir die Botswanische Grenze bei Martin’s Drift passierten, mit erfreulich geringem Papierkram … Das Mittagessen zauberten die Guides und unserer Hilfe aus gegrillten Hähnchen (wie vom Imbiss), Brot und Brötchen und einer Auswahl an Salat, Tomaten und Gurken … alles recht schnell zusammengestellt und gemeinschaftlich an einem geeigneten Rastplatz bewältigt.. nachdem Essen wurde alles abgeräumt und gewaschen, dann ging es weiter.

 

Um 16:30 (also über 8 Stunden Fahrt, inkl. Pausen) kamen wir im Rhino Sanctuary Park endlich an. Und kaum da , wurden wir auch gleich auf zwei 6-Sitzer offene Safari Trucks verteilt um die Tour durch den Park zu machen. Unser Guide hat zum Glück noch so nebenbei erwähnt dass man eine Jacke mitnehmen sollte, wegen dem Wind. Leider hat er nicht gesagt, dass die Tour zwei Stunden geht und es bereits dunkel und bitterkalt sein wird, wenn wir wieder zurückkehren. Man sollte sich hierfür merken, dass dann Brillenträger ggf. ihre normale Brille dabei haben sollten und nicht nur die Sonnenbrille, und die Jacke nicht nur gegen Wind sondern auch gegen die recht knackige Kälte schützen soll, die eintritt sobald die Sonne hinter dem Horizont verschwindet. Apropos Brille und Wind: generell ist stark zu empfehlen eine Windschutzbrille mitzunehmen. Wie bei einem GameDrive üblich, darf man nicht Zuviel erwarten, so war es dann auch leider hier. Gleich vorne im Park wurde uns zwar im Busch das schwarze Nashorn angekündigt, von dem es wohl 8 im Park gibt, und dies eines von den friedlichen wäre. Friedlich bedeutete in dem Fall dass es nicht uns angreifen wollte. Aber das Nashorn war zu gut verdeckt im Busch, um gute Fotos zu machen – ich ahnte ja nicht dass der Rhino Park der einzige Ort blieb an dem wir Nashörner zu sehen bekamen. Eher von den Touristen erfuhr ich so nebenher dass das weise Nashorn nicht weiß und das schwarze Nashorn nicht schwarz ist, sondern beide steingrau.. lediglich das weiße Nashorn hat weiße Lippen und ein breiteres Maul .. die früheren Entdecker (wohl Niederländer) nannten es deshalb wide Rhino .. aus dem “wide” wurde dann irgendwann “white” also weiß.. und die andere Rasse nannte man dann der Logik geschuldet “black” also schwarz.
ich hatte nicht geahnt dass ich auf der gesamten Reise keine weiteren Nashörner treffen würde..
Die Tour war dann leider recht unspektakulär, denn entweder waren die interessanten Tiere viel zu weit weg für ein individuelles Foto oder falls nahe genug, dann eher uninteressant bzw. unspektakulär für meine Safari-Erwartungen, sowas wie Antilopen oder Bananen-Vogel. Beim letzte Drittel der Fahrt war dann bereits so dunkel und kalt das man hier keine Ausschau mehr hielt, sondern froh war sich zusammenkauernd aufwärmen zu können. Mittlerweile hatten die anderen Guides im Camp bereits ein Lagerfeuer erstellt. Doch bevor wir essen konnten, sollten wir erstmal unsere Zelte aufbauen.. Der Aufbau des Zeltes war überraschend einfach – vermutlich aber auch nur deshalb weil man es uns einmal richtig zeigte, so ein Zwei-Mann-Zelt alleine aufzubauen ist möglich aber anfangs anstrengend, drum hat man sich hier gegenseitig unterstützt. Vor allem die Metallclips anzubringen erfordert Kraft, Hornhaut oder Hilfsmittel, sonst gibt’s schnell kleine Wunden an den Fingern. So waren alle Zelte innerhalb einer halben Stunde gestanden. Nun konnten wir uns dem Lagerfeuer zuwenden wo dann auch lecker gebratene Fleischsorten und Kartoffeln angeboten wurden. Es zeigte sich, dass die italienische Gruppe unter seinesgleichen bleiben wollte da deren Englischkenntnisse nicht gut genug waren, dies würde sich noch als Problem herausstellen, da der Guide einige wichtige Anweisungen ansprach, die man befolgten soll. Dies bewies sich ja bereits beim Zeltaufbau. Denn da hatten sie Probleme die Tipps der Guides zu verstehen. Gegen 21:00 ging ich dann zu Bett , da das Lagerfeuer bereits erschöpft und die Gespräche mit anderen noch etwas steif waren.
So sieht das Zelt aufgebaut aus (aufgenommen mitten im Okavango-Delta am 4. Tag der Reise)
Die erste Nacht war sehr ungemütlich kalt (ca. 5 Grad), vor allem vom Boden ausstrahlend. Sodass ich nur wenig Schlaf hatte.

4 . Tag – Montag

Lustig war der dunkle Gang mit Taschenlampe zur Toilette: gefunden war sie schnell aber man sollte sich unbedingt Orientierungspunkte setzten, denn ich hatte mich prompt verirrt, nachdem die Männer-Toilette auf der anderen Seite des Gebäudes war und ich damit den Bezugspunkt zur Camp-Strecke vergaß, das passiert mir nicht nochmal. Früh am Morgen kam langsam Bewegung in die Truppe und das erste was man tat war: das Zelt wieder abzubauen damit das Fahrzeug beladen werden konnte. Der Abbau eines Zeltes ist recht einfach, nur sollte man auch fair sein, und es vorher säubern, denn bei jeder Übernachtung hatte man ein anderes Zelt, es wurde nicht markiert wer welches hatte. Eigentlich war geplant dass, während wir frühstücken, die Guides das Fahrzeug beluden .. doch hier gab es noch Störungen im Ablauf der Gruppe wegen den einzelnen Aufgaben (Abwasch, Aufräumen, etc.) ..sodass wir eine Dreiviertelstunde später abfuhren als geplant. Die nächste Station ist Maun, welche auch nochmal 530km entfernt war, also wieder ein 10stündige Fahrt. Im Fahrzeug war die Stimmung recht „frostig“ . Gespräche fanden nur wenige statt, oft erzählte der Guides oder Fahrer von Ihren Erfahrungen, und die Italiener zeigten hier schon dass sie unter sich sein wollten, da sie sich die ganze Zeit nur auf Italienisch unterhielten. Ein paar Zwischenstopps an Tankstellen gaben uns die Gelegenheit für Pinkelpausen, vorbei an recht schlecht einsehbaren Diamantenbergwerken, begleitet von den stolzen Erzählungen des Guides, man hat das Gefühl als wenn ihm dieser Produktionszweig am Herzen liegt. Zwischendurch hielten wir an einem Rastplatz an den ich übersehen hätte, da es nur ein unscheinbarer Baum war. Aber auf dem zweiten Blick dann ein Steinplatz und Grillstelle zu erkennen war. Dort zauberten wir wieder aus recht einfachen Bestandteilen einen Brotbelag mit Wurstscheiben und Gemüse, was eben da war. Die bettelnden wilden Hunde verjagten wir und 30 Minuten später ging es auch schon wieder weiter. Der Fahrweg war sehr lange.
Zwischenmahlzeit, mitten im Nirgendwo unter dem Schatten eines Baumes
Und gegen 17:40 kamen wir dann endlich in Maun am Audi CampLodge an und glaubten der Guide macht einen Witz, als er erwähnte, dass unserer Zelte bereits aufgebaut wären. Es war kein Witz. Wir entluden somit recht schnell unsere Sachen. Das erste was alle gleich zuerst wollten: Duschen. Denn diese Erfrischung war erforderlich nachdem wir solange im Fahrzeug schwitzten. Mit diesem Frischegefühl wollte ich dann weitermachen und begann meine Wäsche an der Waschstelle zu waschen. Letztlich war das ein Fehler, weil ich realisieren musste, dass die Wäsche bis morgen früh bei der beginnenden Kälte nicht mehr trocken bekam. Da man nur wenig Gepäck mitnehmen durfte, fehlte natürlich auch eine Auswahl an Wechselwäsche. Zum Glück hat mir das höfliche Personal an der Rezeption des AUDI Camps geholfen und mir versichert, dass sie sich um meine Wäsche kümmern würden, denn immerhin werden wir die nächsten zwei Tage lang auf dem nächsten Streckenabschnitt reisen, ohne ein festes Camp mit Einrichtungen zu haben: Zum Okavango Delta und dort wild campen. Als nächstes gingen wir dann zusammen zum Lodge Restaurant und speisten sehr günstig und gut – denn zuhause würden man kein T-Bone Steak mit Gemüse und Kartoffeln für 130 Pula (Währung in Botswana –umgerechnet ~ 11 Euro bekommen.
Restaurant im Lodge mit überraschend guter und günstiger Mahlzeiten.
Nach dem Essen ging es recht schnell zu Bett bzw. In die Zelt . Wir waren alle ziemlich k.o.