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Fotografie-Software-Tools

10. März 2019

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Fotografie-Software-Tools

10. März 2019

 

Fotografie-Tools sind umstritten. Die einen können nicht ohne, die anderen sind stolz ohne sie auszukommen.

Der Markt bietet eine schier unüberschaubare Anzahl an Angeboten. Von kostenlos bis hunderte von Euro. Auch ich konnte mich dieser Anziehungskraft nicht entziehen und habe mich über die Jahre an diese Helferlein gewöhnt, und nutze sie gerne.

Adobe

Adobe hat seit 2014 seine Strategie geändert und bietet seitdem seine Produkte im Abonnement an, statt in Einzelkauf-Produkten. Für Hobbyfotografen ist das überwiegend ein Segen, denn wer wollte schon alle 2 Jahre wieder 200-400 ausgeben um die neueste Version zu besitzen. Da ist es doch leichter “nur” 12 Euro im Monat zu bezahlen. Klar in 10 Jahren sind dass dann auch 1400 Euro .. aber : man spürt es nicht so hart und akzeptiert es. Ähnlich wie beim mieten einer Wohnung, statt sie zu kaufen.

Für 12 Euro erhält man das Set für Fotografen: Bestehend aus Photoshop CC und Lightroom CC, und zwar immer die aktuellste Version. Ebenso wird ein Cloud-Speicher angeboten. Somit bekommt man ein beeindruckendes Paket für diesen monatlichen Preis.

LR vs LR Classic

Vielfach kritisiert wurde Adobe’s Neuheit im Bereich RAW-Entwicklung. Hier hat Adobe 2017 das Produkt Lightroom CC auf ein cloudbasiertes Tool umgestellt. Diese Erweiterung ist nur von denen geliebt, die in der Lage sind diese Cloud-Ablage am Tablet oder unterwegs zu nutzen. Die meisten Hobbyfotografen werden sicherlich nicht ihre Terrabytegroßen “Schätze” in die Adobe-Systeme hochladen wollen. Bleibt zu hoffen dass Adobe weiterhin Lightroom CC Classic parallel anbietet oder am Ende beides zusammenführt.

Eine Erfahrungsempfehlung von mir für LR (Lightroom): Ich empfehle mittlerweile die RAW-Fotos ihrer Kamera NICHT in DNG umwandeln zu lassen ! . Es ist erstens nicht (mehr) garantiert dass dieses Format zukunftssicher ist und zweitens auch sehr lästig wenn man abseits von Adobe das Foto entwickeln möchte. Und letzteres auch kein Vorteil, im Gegenteil – man spart Zeit, denn die DNG-Umrechnung kostet auch seine Zeit.

https://www.adobe.com/de/creativecloud/photography/compare-plans.html

Capture One

Adobe und PhaseOne sind Konkurrenten auf gleicher Ebene. Zumindest wenn es um die RAW-Entwicklung geht. Auch hier teilt sich der Markt in die verschiedenen Geschmäcker. Die Verwaltung der RAWs kann C1 (Capture One) wesentlich Speicherplatzschonender, dafür aber nicht so organisiert wie LR (Lightroom). Dafür wiederum kann C1 den RAW-Algorithmus der Hersteller (vor allem Sony) besser umsetzen (den Unterschied erkennt man aber erst auf Profilevel) . Ansonsten sind die Tools und Entwicklungsoptionen die gleichen, man muss sich nur etwas umgewöhnen. Ich persönlich nutze weiterhin primär LR und ab und zu C1 Pro.

https://www.phaseone.com/de-DE/Capture-One.aspx

 

Portrait Pro

Portrait Professional gehört zu den besten Portrait-Tools. Mit wenigen inuitiven Klicks kann man so aus einem verschlafenen Gesicht ganz schnell ein Model-Gesicht zaubern. Ich nutze dieses Tool sehr gerne und bemühe mich dabei die Verbesserungen dezent wirken zu lassen.

https://www.portraitprofessional.com/

 

Udemy

Um zu lernen mit diesen komplexen Programmen umzugehen, ist viel Training und Erfahrung nötig. Gerade für Anfänger ist es zu Beginn frustrierend. Doch YouTube bietet für fast jede Aufgabe mehr oder weniger gute Erklärvideos – die zumindest helfen, eine Lösung zu finden.

Umfangreiches Verständnis von Photoshop und Lightroom erhält man nur in professionellen Trainings. Eines der besten Trainings möchte ich hier erwähnen :

https://www.udemy.com/

Martin Perhiniak erklärt (allerdings auf Englisch) wirklich sehr gut und unterhaltsam die kompletten Features beider Programme und enthüllt so eine Fülle von unentdeckten Funktionen und Möglichkeiten. Aus meiner Sicht die beste Investition in Training, gegenüber Büchern und YouTube.

 

Studio-Fotografen

haben auch besondere Anforderungen und wünschten sich manchmal eine flexible Versuchs-Puppe im Studio, damit sie in Ruhe trainieren können, wie man am Besten die Lichter für Highkey oder Lowkey oder anderen aussergewöhnlichen Ideen mit Licht und Schatten setzt.

Set.a.light.3D

Die Firma elixxier in Stuttgart hat hierfür ein sehr beeindruckendes Tool geschaffen : set.a.light 3D

https://www.elixxier.com/de/produkte/setalight3d.php

set.a.light 3D V2.0 – Ein Tool für virtuelle Lichtsetups mit realistischer Blitz/Licht-Simulation

Mit diesem Programm ist es kinderleicht ein virtuelles Studio (oder auch andere Indoor Szenen) einzurichten und zu lernen welches Lichtsetup ausreicht bzw. nötig ist um die gewünschten Posen und Ideen zu fotografieren. Seit der Version 2 sind hier kaum noch Wünsche offen.

Ein weiteres amerikanisches Unternehmen, neben Adobe, hat sich mittlerweile mit einem guten Programm in die Szene gebracht :

Luminar

https://skylum.com/de/luminar/

mit Luminar kann man sehr komplexe und umfangreich Fotoeffekte erreichen. Grundsätzlich sogar auch RAW-Fotos damit entwickeln, doch auch wenn Skylum die vollmundig propagiert, kann ich dieser Empfehlung nicht folgen, da einfach zuviele Basics dafür fehlen. Doch für die Filteranwendungen ist es sehr hilfreich. Kleine Kritik: Denn schwachen Versuch von Skylum, diese Software als RAW-Entwicklungsersatz anzupreisen und sogar Adobe zu unterstellen, dass Lightroom verschwinden wird, weil Adobe cloudbasiertes Lightroom anbietet, ist aus meiner Sicht ein Witz.

Beispiel (Julia findest Du auch im Model-Bereich) :

Kleinere Tools sind natürlich auch noch zu erwähnen:

Das Retouching-Toolkit ist gut für ambitionierte Retuschierer, da man hier intuitiv die vielfältigen Feature von Photoshop in klickbarer Übersicht hat und für komplexe Schritte auch Scripte ausgeführt werden :

https://raw.exchange/the-retouching-toolkit-3-0/

Das Beauty-Retouch-Tool ist ähnlich, aber eher vollautomatisiert :

https://www.taptapideas.com/de/beautyretouchcc/

Watermark Pro  : Für mich ein unerlässliches Wasserzeichen-Plugin, mit guten Features. Hiermit kann man sehr einfach passende Wasserzeichen in das fertige Foto einfügen. Die kostenpflichtige Variante ist zu empfehlen:

https://www.adobeexchange.com/creativecloud.details.13185.html

 

Topaz Labs ist derzeit sehr beliebt und kostenlos. Es ist unheimlich umfangreich an Foto-Effekten

https://topazlabs.com/

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